Tagebug: DSDS 2 - Show "Hits aus den 70ern"
Samstag, 30. Januar 2004
"Bitte nicht stören" stand auf dem Schild, das ich an meine Garderobe nageln lies, damit die mich mal in Ruhe lassen. Sonst steht wieder alle fünf Minuten jemand in der Tür und will was. Ihr merkt schon, ich bin ein alter Mann, der keine Aufregung mehr verträgt. Das Schild zeigte seine Wirkung. Auch draußen auf dem Gang. Es dauerte keine zehn Minuten, da war mein kleines Täfelchen verschönert. "Achtung, akutes PMS" stand da, was mir mit "Prämenstruelles Syndrom" übersetzt wurde. Toll, der erste Mann, der so was mal wieder kriegt, bin ich. Na, wenigstens hat die Produktion ihren Humor nicht verloren. Das freut mich. Die nächsten Male freue ich mich auch auf die Umsetzung des anderen, sehr gelungenen Spruches auf meiner Tür: "Bitte nach der Sendung wecken." Oh, das wäre wirklich nett. Amüsiert und gut gelaunt verlasse ich dann um 20.45 Uhr meine Höhle und werde verkabelt.
Der Rest läuft wie immer. Rein in Show 1, Blabla. Rein in Show 2, Blabla. Bier. Feierabend.
Sonntag, 31. Januar 2004
Auf Wiedersehen, Anke. Die 70er waren nicht ihr Ding. Dabei haben die 70er doch so schöne Sachen hervorgebracht. Schlaghosen, lustige Lampen und mich. Gunther stand zwar auch mit vorne, hat aber den Rausflug haarscharf verpasst. Der war vielleicht aufgeregt. Kurz vor der Entscheidungsshow saßen wir beide auf einer Kiste im Backstage-Bereich und haben gequatscht. Ein wirklich netter Kerl, der Gunther. Ich habe ihm gesagt, dass die Kandidaten doch eher stolz sein sollten als traurig. Stolz, so weit gekommen zu sein. Zig zehntausend Leute hatten sich immerhin beworben. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber ich hatte das Gefühl, der Gunther war auch deshalb da vorne so locker unterwegs. Da sind es plötzlich nur noch fünf Kandidaten und damit vier Sendungen. Herr, lass März werden.
