Tagebug: DSDS 2 - Show "Mein Popidol"
Freitag, 21. November 2003
Na, das wird was werden. Ich bin krank. Grippe. Toll. Nach einem Flüssigkeitsverlust von 113 Litern muss ich heute irgendwie zu Kräften kommen. Letzte Nacht habe ich geschwitzt wie eine aber lassen wir diese Sprache mal. Von dem Vulgärkabolar höre ich morgen noch genug. Man spricht es auf dem Planeten Bohlen, der dann wieder in meiner Umlaufbahn kreist. Andocken werden dann auch wieder Professor Stein, Ehrenvorsitzender im Kuratorium "Besser hören" und Shona Fraser, Beischlafende im Verein "Haireinspaziert". Wir sind also wieder zusammen. Die glorreichen Vier. Juhu.
Samstag, 22. November 2003
Showtime. Es geht wieder los. Auf in den Wahnsinn. 1000 machen Buh, einer macht Muh, ich gebe alles zu, und raus bist du. Ihr merkt, ich bin schon wahnsinnig. Die ersten Monate DSDS haben ihre Spuren hinterlassen. 16 Uhr Abtransport in die Klinik. Ungefähr diesen Charme hat das Coloneum in Köln-Ossendorf, wo wir wieder unser altes Studio bezogen haben. Zum ersten Mal nach einem Jahr stehe ich genau an dem Punkt, an dem alles begann. Wo ist das Jahr geblieben? Als wäre nichts passiert, läuft mir Steinchen in den Arm. Ich freue mich. Er sich auch. Dann kommt Shona. Sie freut sich. Dann kommt Bohlen.
Die Generalprobe beginnt, und mein erster Nerv wird durchbohrt. Natürlich vom Ton. Es ist allerdings nicht einer der Kandidaten, der mir den Verstand raubt, sondern ein im Grunde harmloser Techniker vom, ich sagte es bereits, Ton. Der will mir ein so genanntes Headset ins Gesicht schrauben. Das ist ein albernes, hautfarbenes Wichtigtuer-Stummelmikro, das dann dämlich an der Backe klebt. Find ich hässlich, unpraktisch und außerdem bin ich Einzelkind. Haben die auch gleich an meinem Aufstand gemerkt. Wie jedoch von Zuhause gewohnt, habe ich den Kampf schnell verloren, weil... weil... na, so ist eben Fernsehen. Aber gesagt werden musste das mal.
Der Rest läuft wie immer. Rein in Show 1, Blabla, raus. Rein in Show 2, Blabla, raus. Bier. Feierabend.
Sonntag, 23. November 2003
Wunden pflegen. Mein ausgemergelter Körper schmerzt wieder. Die Grippe schlägt zurück, aber ich bin ganz Mann. Und genau das ist das Problem. Ich denke, ich muss sterben. Zumindest fühle ich mich so. Zur Ablenkung lese ich die BamS. Das mache ich Sonntags immer. Ich mag nämlich die BamS. Eine Schlagzeile verhindert jedoch meine Blitzheilung. Es geht um Küblböck, und ich muss wieder brechen. Direkte Zusammenhänge können hier weder dementiert noch bestätigt werden. Wie also wird es enden? Erlebe ich die zweite Mottoshow oder kommt der Sensemann und schleift mich vor eine Jury? Warten wir es ab und husten den Dingen was, die da kommen.
